Mangelhafte Ernährung vs. Stress

Stress führt bei vielen Menschen zu einem emotionalen „Über – Essen“, also zu Fressattacken bzw. Frustessen oder zu dem häufigen Verzehr von Snacks und damit langfristig zu Übergewicht. Diese mangelhafte Ernährung, die die körperliche Leistungsfähigkeit herabsetzt, erhöht wiederum den Stresslevel, wodurch ein Teufelskreis entsteht.

Stress macht außerdem auch krank. Und chronischer Stress kann langfristig zu dauerhaften Entzündungsprozessen im ganzen Körper führen. Stress ist, zusammen mit falscher Ernährung, Rauchen, Bewegungsmangel und hohem Alkoholkonsum, die Hauptursache vieler Erkrankungen, unter anderem auch des Herz – Kreislauf – Systems.

Stress – Perioden oder Dauerstress unterdrücken die Menschen auf unterschiedliche Weise. Zum Beispiel der häufige Griff zur Zigarette, noch eine Tasse Kaffee, vielleicht auch wieder ein Weinglas zu viel oder eine ungesunde, meist hochkalorische Ernährung. Dabei wäre eine gesunde, ausgewogene Kost einer der Ansatzpunkte, die eigene Stress – Resistenz deutlich zu erhöhen, sprich „die mentale (und auch körperliche) Leistungsfähigkeit zu verbessern“. Viele Studien belegen, dass Dauerstress für Depressionen mitverantwortlich ist. Die Darm – Hirn – Achse und der Einfluss von Essen auf unsere Stimmung und Entscheidungen seien hier besonders hervorzuheben.

Das komplexe Zusammenspiel von Emotionen und Nahrungsaufnahme

Bei der Wirkung von Nahrung auf Emotionen sollte man folgende Mechanismen kennen:

  • Assoziativ: Nahrung und bestimmte Vorstellungen / Erinnerungen
  • Sensorisch: Süß macht zufrieden, reduziert kurzfristig Stress
  • Pharmakologisch: Psychotrope Inhaltsstoffe wirken direkt auf das Gehirn
  • Neurochemisch: Einfluss von Nahrung auf Neurotransmitter – Systeme
  • Energetisch: Einfluss der Energiedichte auf emotionales Befinden

Emotionale Suchtstruktur – und man hat immer noch mehr Hunger

Die regelmäßige Ersatzbefriedigung „Essen“ kann dazu führen, dass die Signale des Körpers „hungrig“ und „satt“ langfristig nicht mehr wahrgenommen werden. Bei häufigem Konsum von Junk Food können „negative“ Emotionen von den Betroffenen meist nur noch mit „mehr (oder wieder) Essen“ entgegenwirken.

Gesunde, ausgewogene Ernährung als Stressprophylaxe

In stressigen Hochphasen wirkt sich der Griff zu ungesunden Lebensmittel doppelt negativ aus. Denn, neben Übergewicht werden durch Chips, Süßigkeiten, Alkohol und Softdrinks die Übersäuerung des Körpers forciert und die Entzündungsbereitschaft im Körper erhöht – im Gegensatz zu einer ausgewogenen vitalstoffreichen Kost mit viel Gemüse, Obst, Vollwertprodukten (Ballaststoffe) und Fisch. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (trinken) wird an dieser Stelle vorausgesetzt.

Wie sieht also die ideale Ernährung bei Stress aus?

Welche sekundären Pflanzenstoffe können unsere Nervenzellen wieder reparieren?

Genügt es, sich einfach nur mehr zu bewegen, um die eigene Stress – Resistenz zu erhöhen?

Lässt sich das überschüssige Depot – Fett wegtrainieren, wenn man dauerhaft übersäuert ist?

Fragen Sie Ihren Trainer (oder Arzt) – der sollte es wissen. Oder?